Cloud-Virtualisierung

Das Auto ist eine vorübergehende Erscheinung. Ich glaube an das Pferd

Kaiser Wilhem II, 1905

Wenn es um Migration von On-Premise-Strukturen in die Cloud geht, hören wir in vielen Kundengesprächen immer wieder deutliche Vorbehalte. Wir würden diese Vorbehalte gerne ausräumen. Der Weg in die Cloud ist keine vorrübergehende Erscheinung, sondern der Weg, den IT-Infrastrukturen aktuell mit hoher Geschwindigkeit nehmen. Wer sich diesem Weg verweigert, verliert möglicherweise den Anschluss.

Damit es ihnen also nicht so ergeht, wie weiland Kaiser Wilhelm II mit obigen Zitat, lassen sie uns die mit den Vorbehalten einhergehenden Ängste angehen:

  • Ich habe meine Daten lieber bei mir, da sind sie sicherer
    Das kann ein Trugschluss sein. Wir hatten vor knapp 5 Jahren einen Kunden, der am Montagmorgen ins Büro kam und dort nichts mehr außer einem zerbrochenen Bürostuhl vorfand.
    Dreiste Diebe waren am Wochenende mit dem LKW vorgefahren und hatten alles mitgenommen, inklusive Server und Datensicherungen.
    In einem modernen Cloud-Rechenzentrum wäre das nicht passiert, dort gibt es 24/7 ganz böse Männer in schwarzen Anzügen mit noch viel böseren schwarzen Hunden, die genau das verhindern.
    Auch Datensicherungen werden in Cloud-Szenarien aufgrund ihrer Zentralität sehr viel besser und regelmäßiger überwacht, als in On-Premise-Szenarien.

  • Cloud Systeme sind angreifbarer, weil sie sich in öffentlich zugänglichen Rechenzentren befinden
    Diese Einschätzung ist technisch falsch. Korrekt ist, zwischen offenen Systemen und geschlossenen Systemen zu unterscheiden. Erstere sind potentiell angreifbar, wenn nicht entsprechende Firewall-Systeme dies verhindern.
    Die meisten On-Premise-Systeme sind in diesem Sinne heutzutage offen, es gibt VPN-Zugänge zu Filialen und für Homeofficenutzung, Zugänge zum betriebsinternen Exchange-Server, einen öffentlichen Zugang zur Alarmanlage und der Solaranlage auf dem Dach, das Betriebs-WLAN ist auch nachts um drei auf dem Parkplatz erreichbar und im Hinterhof an der LKW-Laderampe befindet sich außen eine angeschlossene LAN-Dose.
    Für einen potentiellen Angreifer macht es keinen Unterschied, ob er eine IP-Adresse im Cloud-Rechenzentrum oder die ihres DSL-Anschlusses angreift.
    An dieser Stelle sind Cloud-Szenarien typischerweise weniger angreifbar, weil die verwendete Firewall-Technik zentral, aktuell und regelmäßig gewartet ist.

Wir haben eine über Jahre gewachsene, sehr umfangreiche Expertise, was Cloud Virtualisierung in unterschiedlichen Skalierungen angeht.
Aktuell betreiben und betreuen wir vier große, bei Hetzner gehostete Proxmox-VE-Cluster mit insgesamt

2116 CPU Cores
14TB RAM
360TB redundantem CEPH Filespace

Unsere Cluster-Virtualisierungs-Strategie basiert auf zwei Säulen:

Hetzner Online GmbH

Hetzner betreibt an drei Standorten (Nürnberg, Falkenstein im Vogtland und Helsinki) drei große, ISO 27001 zertifizierte Rechenzentren mit jeweils mehreren tausend Quadratmetern Fläche. Wir sind seit vielen Jahren Hetzner Kunde und schätzen die Kompetenz und Flexibilität der Kollegen dort, insbesondere die 24/7 Erreichbarkeit mit hochprofessionellem Support. Für die von uns bei Hetzner gemieteten Bare-Metal-Server bezahlen wir aktuell monatlich eine fünfstelligen Eurobetrag, der gut investiert ist.

Proxmox VE

Proxmox VE ist eine Opensource-Virtualisierungsplattform, die eine große Bandbreite an Szenarien von Single-Server-SMB bis zum großen HA-Cluster abdeckt. Anbieter ist die Proxmox Server Solutions GmbH in Wien, die professionellen Support für ihr Produkt anbietet.
Unsere Proxmox VE Cluster verwenden redundanten, NVME basierten CEPH-Storage in einem Hyperconverged-Setup. Die Datensicherung erfolgt mit Proxmox Backup Server in getrennten Rechenzentren.

Neben Proxmox haben wir auch umfangreiche Erfahrungen mit großen oVirt und VMWare Clustern. Wenn sie in diesem Bereich Hilfe benötigen, kontaktieren sie uns gerne.

Wenn sie einen Ansprechpartner für ihre existierende Microsoft HyperV Infrastruktur suchen, helfen wir ihnen gerne im SMB Bereich mit Single-Server-Setup weiter, für HyperV-Cluster-Installationen finden sie sicher einen Kollegen, der das besser kann.